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Preisverleihung 2006
Innovative HR-Projekte prämiert - AOK belegt den ersten Platz
Die diesjährige Verleihung des "Deutschen Personalwirtschafts-Preises" bot außer neuem Rahmenprogramm und Wolfgang Clement als Keynote- Speaker wieder innovative Konzepte zur Personalarbeit. Der erste Platz ging an die AOK mit einem Tool zur strategischen Personalplanung. Den in diesem Jahr neu ausgelobten Sonderpreis für Employability erhielt das Gesundheitscoaching „Fit im Süden“ der Deutschen Bahn.
Zum 14. Mal wurde am 13. September in Köln der "Deutsche Personalwirtschafts-Preis" verliehen. Die Veranstaltung fand im Rahmen der Messe „Zukunft Personal“ statt, deren Veranstalter den Preis gemeinsam mit der Zeitschrift "Personalwirtschaft" auslobt. Moderatorin Carola Ferstl von n-tv führte durch das Rahmenprogramm. Keynote-Speaker Wolfgang Clement verwies darauf, wie komplex die Aufgaben der Personalmanager durch Internationalisierung, Technisierung und verschärfte Zielvorgaben geworden seien. „Der Personaler benötigt heute neben den fachlichen vor allem kommunikative Kompetenzen, um zwischen Geschäftsführung, Abteilungen, Betriebsrat und Mitarbeitern vermitteln zu können.“ Auch müsse er zunehmend deutlich machen, welche Leistung er zu welchen Kosten anbiete. Die steigenden Anforderungen an die Personalarbeit betonten auch die acht Teilnehmer der anschließenden Podiumsdiskussion.
Platz 1 - AOK punktet mit intelligenter Personalplanung
Den 1. Preis erhielt die AOK für ihr innovatives Konzept zur Personalplanung. „Die Idee für ein solches Tool ist schon 2003 entstanden, weil wir angesichts demografischer und qualitativer Veränderungen immer wieder vor der Frage standen, wie sich der Personalkörper einer AOK in Zukunft entwickeln wird“, sagte Jürgen Heuser, Geschäftsbereichsleiter Personal beim AOK-Bundesverband. Eine neunköpfige Projektgruppe mit Vertretern aus Personalentwicklung und Personaladministration entwicklete mit Unterstützung eines IT-Beraters vom Malik Mangement Zentrum St. Gallen ein praxisorientiertes, softwaregestütztes Tool. Basierend auf bestimmten Grundannahmen und Besonderheiten der einzelnen AOKs können diese nun verschiedene Entwicklungs-Szenarien durchspielen und daraus resultierende Maßnahmen ableiten. In sieben AOKs wurde das Tool bereits eingeführt, weitere sechs sind im Einführungsprozess. „Wir hoffen, dass das Arbeiten mit dem Produkt nun noch intensiver wird und zugleich auf einen steigenden Stellenwert von innovativer Personalarbeit innerhalb des Unternehmens“, so Heuser. „Der innovative, ganzheitliche Ansatz und der klare betriebswirtschaftliche Nutzen“, das seien auch die Grundlagen für die in diesem Fall mehrheitliche Entscheidung der Jury gewesen, erklärt Professor Arthur Wollert, der dem Gremium bereits seit zehn Jahren angehört. Er betonte, dass ihm ein solches System von vergleichbarer Komplexität bisher nicht bekannt sei.
Die Gewinner des Deutschen Personalwirtschafts-Preises 2006. Von links nach rechts: Olaf Albrecht (AOK), Dr. Kai Berendes (Malik Management Zentrum), Jürgen Günther und Jürgen Heuser (beide AOK). Daneben Wolfgang Clement, Jens Schinkel (Chefredakteur Personalwirtschaft) und Alexander Petsch (Veranstalter der Messe „Zukunft Personal").
Platz 2 - Zwölf Handlungsfelder für den Umgang mit älteren Mitarbeitern bei E.ON
„Wir sind sehr stolz auf den zweiten Platz“, sagte Christoph Dänzer- Vanotti, Vorstand der E.ON Ruhrgas, der persönlich zur Preisverleihung erschienen war. „Ich verspreche mir davon eine stärkere Wahrnehmung unserer exzellenten Personalarbeit nach außen und innen.“ Das Projekt „Umgang mit älteren Belegschaften“ mit insgesamt zwölf Handlungsfeldern wurde auf Grundlage einer Tiefenkultur-Analyse entwickelt. Das Aktionsfeld „Betriebliches Gesundheitsmanagement“ setzt auf integrative Prävention in Zusammenarbeit mit der E.ON Betriebskrankenkasse. Neben umfangreichen Informationen erhalten alle Mitarbeiter samt Lebenspartner kostenfreie oder kostengünstige Brust-, Haut- und Darmkrebsvorsorge sowie spezielle Ernährungs- und Bewegungsprogramme.
Platz 3 - "Uni-Kompetenz" ist bei Union Invest nicht nur pure Wissensvermittlung
Den dritten Preis schließlich erhielt die Union Investment für ihr internes Trainingsangebot „Uni-Kompetenz“. Dabei schulen erfahrene Mitarbeiter nach einer verkürzten Trainerausbildung ihre Kollegen in unternehmensspezifischen Inhalten. Oliver Best, Bereichsleiter Konzern Personal, freute sich über die „enorm hohe Bereitschaft der Referenten, bis ins gehobene Management, zusätzliche Zeit und Arbeit zur Verfügung zu stellen“ und unterstrich auch, dass mit diesem Angebot „sehr verantwortungsbewusst“ umgegangen und der „potenzialorientierte Ansatz der Personalentwicklung“ betont werde. Die Quote der internen Stellenvermittlung sei in Folge bereits um acht Prozent gestiegen.
Sonderpreis "Employability"
Deutsche Bundes Bahn - Freie Fahrt für das Gesundheits-Coaching
Die Deutsche Bahn erhielt den in diesem Jahr zum ersten Mal ausgelobten Sonderpreis für Employability für ihr Gesundheits-Coaching „Fit im Süden.“ Nach umfangreichen Informationsveranstaltungen erhalten die Mitarbeiter eine persönliche Gesundheitsberatung und können an zertifizierten Gesundheitskursen teilnehmen. „Das Konzept ist ganz auf die berufliche und private Situtation des Einzelnen zugeschnitten“, wie Andreas Springer, Leiter Personalpolitische Grundsätze, DB Station & Service AG, betonte. „Durch individuelle Zielvereinbarungen, Gesundheitstagebuch, Abschlussdialog und wissenschaftliche Evaluation schaffen wir eine gewisse Verbindlichkeit und evaluieren den Programmerfolg wissenschaftlich.“
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